Die nächste Runde unserer Reihe „Hinter den Kulissen“ macht Lisa Huhn. Sie erzählt euch wie man von der Ergotherapie zu einer Internetagentur kommt, was ihre Leidenschaft zur Musik mit Online-Marketing zu tun hat und ob sie jetzt endlich angekommen ist.

Über Umwege zum Ziel – wie ich vom Therapeut zum Medienfuzzi wurde

Nachdem ich mein Abi im Thüringer Wald absolvierte, war ich zunächst völlig planlos, wie mein Weg weitergehen sollte. Also begann ich erst mal eine dreijährige Ausbildung als Ergotherapeutin – weil umgänglich bin ich ja. Danach verschlug es mich ins schöne Würzburg, wo ich in einem Altenheim für die Beschäftigung der Senioren zuständig war. Zudem kümmerte ich mich um die Erstellung der Heimzeitung, Organisation von Festen und alle kreativen Arbeiten, die so anfielen. Da merkte ich, dass ich viel lieber irgendwas mit Medien machen möchte, und entdeckte den Studiengang Medienmanagement an der FH Würzburg. Kurzerhand startete ich im Oktober 2012 mein Studium.

Nun machte ich also offiziell „irgendwas mit Medien“. Mein Praktikumssemester im Direktmarketingcenter der Deutschen Post festigte meinen Wunsch einmal im Marketing tätig zu werden. Deshalb spezialisierte ich mich im Studium später im Bereich „PR & Unternehmenskommunikation“. Nebenbei fing ich an für Freunde und Bekannte Logos, Visitenkarten und andere Grafikarbeiten zu machen. Im letzten Semester gab unser Professor uns die Aufgabe eine eigene Facebook-Seite zu gründen. So entstand die Seite „Menschen Würzburgs“, bei der wir – wie der Name schon vermuten lässt – Menschen in Würzburg auf der Straße ansprachen, um spannende Details aus ihrem Leben zu erfahren. Ein Zitat zusammen mit einem Bild wurde dann auf Facebook veröffentlicht. Dieses Projekt ermöglichte mir tiefe Einblicke ins Social-Media-Marketing mit Facebook & Twitter.

Zudem beschäftigte ich mich durch die Selbstständigkeit einer Freundin immer intensiver mit dem Thema Online-Marketing. Ich drehte eigene kleine YouTube-Videos, gestaltete Beiträge & Werbeanzeigen für Soziale Netzwerke. Die Medienwelt zog mich zusehends in ihren Bann.

Von der Leidenschaft zur Musik zum Online-Marketing

Als im letzten Semester galt, ein Thema für die Bachelorarbeit zu finden, wollte ich unbedingt etwas mit Rockmusik machen. Ich dachte, wenn ich schon so eine umfassende Arbeit schreiben muss, warum dann nicht über ein Thema für das ich brenne. In meiner Freizeit gehe ich nämlich viel auf Konzerte und habe eigentlich ständig ein Lied oder Kopfhörer im Ohr. Ein Tag ohne Musik ist für mich ein verlorener Tag.

Da mein Cousin eine eigene Band besitzt, die leider wenig bekannt ist, fragte er mich, ob ich sie managen würde, um sie mit meinen Online-Skills voranzubringen. Daraus entwickelte sich nun die Idee für meine Bachelorarbeit:“Wie kann ich mit Hilfe von verschiedenen Online-Marketing-Maßnahmen eine deutsche Rockband im Netz bekannter machen.“ Durch diese Arbeit lernte ich was alles zum Online-Marketing gehört und welche Möglichkeiten das Internet überhaupt bietet.

Abschied von und Neustart in Würzburg – Endlich angekommen!

Nach dem Studium zog es mich wieder zurück in die Heimat, diesmal nach Erfurt. Die Trennung von Würzburg war jedoch schwieriger als gedacht. Zu sehr hatte ich mich doch in den letzten Jahren ans schöne Frankenland, das warme Klima, den guten Wein und natürlich den Main gewöhnt. Glücklicherweise suchte gerade eine alte Studienkollegin für die Internetagentur Webfeinschliff neue Mitarbeiter. Diese Chance musste ich wahrnehmen und bewarb mich auf die Stelle. Prompt wurde ich für eine Probearbeitswoche eingeladen.

Die Woche verlief so gut, dass ich nun seit März als Projektmanagerin, Grafikerin & Kundenberaterin in der Internetagentur Webfeinschliff angestellt bin, mit dem Gefühl endlich angekommen zu sein. Ich betreue nun abwechslungsreiche Projekte, von der Gestaltung von Websites, die Betreuung von Social-Media-Seiten, Grafik und Texterstellung, sowie Kundenberatung, bei denen ich meine Kreativität voll ausleben kann. Ich habe tolle Kollegen, eine superentspannte Arbeitsatmosphäre und kann bei der Arbeit sogar Musik hören 😉