vanessa-ausschnittDer dritte Teil unserer Reihe „Hinter den Kulissen“ gewährt wieder einen Blick in den Alltag unserer Agentur und stellt diesmal Vanessa Frenz vor, deren Weg sie nach vielen Jahren Schule und Studium inklusive Praktika, Nebenjobs und selbstständiger Arbeit schlussendlich zu uns in die Agentur geführt hat…

„Erst einmal „Back to the Roots“ – ins Ländle. Ich komme vom Dorf. Allerdings: Schon als ich klein war habe ich irritierte Blicke geerntet, weil ich (im Gegensatz du den anderen ur-schwäbischen Kindern) hochdeutsch gesprochen habe. Ich habe wohl also noch nie so richtig ins Landleben gepasst.
Was aus mir werden würde, war aber schon damals klar: Ich plapperte viel und wenn ich nicht plapperte, dann saß ich irgendwo unter einem Tisch auf dem Boden und malte. Ein kreatives Kind also, mit Liebe für Sprachen. Irgendwie erschreckend – wie viel sich schon in so jungen Jahren ganz klar abzeichnet.

Über die Jahre meiner Schullaufbahn wechselte ich langsam aber sicher in größere Städte. In Stuttgart, der Hauptstadt meines geizigen aber fleißigen Volkes, erregte ein besonderes Gymnasium meine Aufmerksamkeit: Mit dem Hauptfach „Gestaltungs- und Medientechnik“ lockte mich die Max-Eyth-Schule jeden Tag nach Stadtmitte – immerhin eine Stunde pendeln. Ärgerlich für eine 16-Jährige. Aber ich wusste eben, was ich wollte.
2012 hielt ich dann endlich mein Abschlusszeugnis in der Hand – als Jahrgangsbeste, und das obwohl ich tatsächlich, auch wenn mir das keiner glaubt, die ganze Zeit über ein Privatleben gehabt hatte.

Viele Leidenschaften, ein Fach

Nun fand ich mich vor einer der schwierigsten Entscheidungen wieder, die ein Mensch so trifft in seinem Leben: Die Berufswahl. Ich interessierte mich für viel zu viele Themen und Fächer: Sprachen, Psychologie, Unterrichten, Medien, Kreatives, Organisatorisches, Kommunikatives,… Und letztendlich wurde mir klar, dass ich mich von keinem dieser geliebten Themen trennen wollte oder konnte. Also wurde es letztendlich ein Studiengang, der all diese Gebiete umfasst: Medienmanagement.

Es hieß also raus aus der Komfortzone, Schluss mit Hotel Mama und rein in ein anderes Umfeld. Der Studiengang an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt kam für mich gerade richtig. Eine Fachhochschule also – was ich aufgrund ihrer praktischen Orientierung und Branchennähe für eine sehr gute Entscheidung halte, wenn man später erfolgreich in der Medienbranche arbeiten möchte.

„Was mit Medien“ studieren und dann spezialisieren

„Medienmanagement“ ist ein Studiengang, der Grundlagen in allen Bereichen der Medienarbeit liefert und die Möglichkeit bietet, sich in diverse Richtungen zu spezialisieren. Ich habe also viel gelernt über Medienpsychologie, Projektmanagement, Kommunikationstechniken, Brand-Building, Design, Arbeitsrecht, Filmproduktion, Umgang mit relevanter Software, journalistisches Schreiben, Medienethik, Marketing, etc. Im Studium übernahm ich außerdem oft Teamleitungs-Positionen und merkte schnell, dass mir administrative und verantwortungsvolle Aufgaben besonders viel Spaß machten.

Das Ziel dieser breit gefächerten Ausbildung: Letztendlich soll man sich in einem Bereich spezialisieren, dabei aber als Schnittstelle zu allen anderen Bereichen fungieren können. Und genau so habe ich das gemacht. Als Vertiefungsrichtung wählte ich „PR und Unternehmenskommunikation“ und schrieb meine Bachelorarbeit über „Markenliebe“, ein Thema der Kommunikations- und Medienpsychologie.

Die Medien verfolgen mich schon immer – oder vielmehr ich sie?

Seit meinen Teenie-Jahren arbeite ich ununterbrochen in der Medienbranche. Während der Schulzeit war ich aktiv bei der Schülerzeitung und einem Jugendmagazin. Anschließend folgte ein Praktikum bei der lokalen Tageszeitung. Als ersten Nebenjob während meines Studiums fand ich eine Stelle bei der Werbeagentur „Medioton“, die mich aufgrund meiner Texter-Erfahrung einstellte. Als Teil eines sehr sympathischen Teams produzierte ich also fleißig neben dem Studium Texte zur Suchmaschinenoptimierung, Blogartikel und Pressemitteilungen für diverse Kunden und Branchen.

Dann folgte, wie von der Hochschule vorgeschrieben, mein Vollzeit-Praktikum von einem halben Jahr. Glücklicherweise konnte ich mir die anstrengende Stellensuche fast komplett sparen – der Dozent eines meiner Wahlfächer sagte mir eine Stelle in seinem Unternehmen zu. So verbrachte ich einige sehr aktive und lehrreiche Monate bei „Lauterbach Kreativbetreuung“, wo ich schnell viele verantwortungsvolle Tätigkeiten zu meinen Aufgaben zählte: Die Umsetzung von Print- und Webdesigns, die Konzeption diverser Marketing-Strategien, Social-Media-Betreuung, Beratung vieler Kunden,…

In den letzten paar Monaten meines Studiums schnupperte ich schließlich noch ins Marketing der „Würzburger Versorgungs- und Vertriebs-GmbH“ hinein, kümmerte mich mit um deren App und viele organisatorische Aufgaben.

Während meiner Jobs, Praktika und selbstständigen Tätigkeiten hatte ich zudem mehrfach die Gelegenheit, mein Wissen weiterzugeben. Gerne habe ich „neuere“ Praktikanten eingearbeitet und Workshops gehalten. Beispielsweise bei der Dirk Nowitzki Stiftung habe ich zwei selbst erarbeitete Schulungen erarbeitet und gehalten und im Namen der Stadt Würzburg einen Workshop zum Thema Rethorik umgesetzt. 2015 legte ich dann meine Ausbilder-Eignungsprüfung ab, um auch in Zukunft qualifiziert für solche Tätigkeiten, die mir sehr viel Spaß machen, zu sein.

Ehrlich gesagt: Ich fand Medien schon immer faszinierend. Ich wollte gern ein Teil davon sein, was uns heutzutage so sehr begleitet und beeinflusst.

Oft bekomme ich zu hören, dass ich ja einer der „bösen“ sei als Marketing-Mensch. Aber ich finde, dass gerade Marketing ein spannendes Fachgebiet ist, weil man in der Branche heute nicht mehr auf „Masse“ sondern auf „Klasse“ setzt – auf qualitativen Content, gut durchdachte Strategien und medien-übergreifende Ansätze. Eine Win-Win-Situation also für den Marketer, der seine Ziele erreicht und den Konsumenten, der genau das geliefert bekommt, was ihn interessiert.

Online-Marketing bei Webfeinschliff – spannender Arbeitsalltag und viel Schokolade

Nachdem ich 2015 den Abschluss „Medienmanagement Bachelor of Arts“ mein Eigen nennen durfte, galt es, endlich den vollen Einstieg ins Berufsleben zu wagen. Ich fing an, fleißig Bewerbungen zu schreiben und – wie jeder Berufseinsteiger – an den Nägeln zu kauen, zu hoffen und alle 5 Minuten meine E-Mails nach Antworten zu checken.

Eine Antwort kam sofort. Und zwar nicht über meine Mails. Ein „Daniel Werner“ schrieb mich auf Facebook an. Der Geschäftsführer einer Internetagentur in Rimpar, der überhaupt keine Stelle ausgeschrieben hatte, trotzdem wohl aber nach jemandem wie mir suchte. Ein Termin war schnell vereinbart.

Nun bin ich bereits seit einigen Monaten als „Content-Marketing-Managerin und Projektleiterin“ bei Webfeinschliff tätig und habe mich schon sehr gut eingelebt. Es macht unglaublich viel Spaß, mein langjähriges Lernen und meine Erfahrungen aus unterschiedlichsten Jobs und Praktika jetzt anzuwenden, zu vertiefen, im „echten Berufsalltag“ auszutesten.

Die Internetagentur Webfeinschliff an sich beschäftigt sich mit Online-Marketing in all seinen Facetten, Nuancen und Geschmacksrichtungen: Suchmaschinenoptimierung, Suchmaschinenwerbung, Social-Media-Marketing, Webauftritte für Unternehmen sowohl in der Gestaltung als auch der Entwicklung.

Online-Marketing, ein zentrales Thema der modernen Medienarbeit, erweist sich hier in der Agentur als unglaublich vielfältig und wandelbar. Auf der einen Seite ist es ein Spezialgebiet, das Expertise erfordert und auf der anderen Seite beinhaltet es doch viele Teilbereiche, die ein ganzheitliches, übergreifendes Vorgehen erfordern. Es ist also im Arbeitsalltag eine spannende Mischung nötig aus hochmodernem, detailliertem Wissen und breit aufgestellter, gut ausgearbeitete Konzeption.

Zudem kann und muss in diesem Bereich sehr stark zielgerichtet gearbeitet werden, was immer außerordentlich interessant ist, weil jedes kleine Projekt, jede Erfahrung ein Aha-Effekt sein kann und hilft, die verschiedenen Zielgruppen, die Menschen hinter den Monitoren besser zu verstehen und herauszufinden, wie sie „ticken“.

Kreatives & Kommunikation – wer hätte gedacht, dass ich einmal dabei lande?
Vermutlich jeder, der mich kennengelernt hat, seit ich 3 Jahre alt war.

Meine Verantwortlichkeiten liegen bei Webfeinschliff vor allem in zwei Bereichen:

Erstens: Kreatives. Beispielsweise die Erstellung von Grafiken und Texten, von Websites, aber auch von Konzepten und Social-Media-Inhalten. Faszinierend, wie viele Möglichkeiten modernes Marketing bietet und wie viel ich hier noch dazulernen kann – es ist immerhin ein Bereich, der sich so schnell wandelt wie kaum ein anderer.

Zweitens: Kundenkontakt. Die Absprache mit Kunden, die Vorbereitung und Durchführung von Terminen, der Mailkontakt und viele andere Touchpoints sind mein Metier. Und das trifft sich gut: Ich sorge gerne dafür, dass am Ende jeder glücklich ist: Sowohl der Kunde als auch die Agentur. In diesem Zusammenhang ist es schön für ein Unternehmen zu arbeiten, dass seine Kunden sinnvoll berät und nicht nur den eigenen Profit maximieren will.

Meine Arbeit bei Webfeinschliff ist mir in so kurzer Zeit schon sehr ans Herz gewachsen – ich wurde immerhin an meinem ersten Tag schon mit circa 10,73kg Cookies bestochen, mich wohlzufühlen. Und ehrlich gesagt: Seitdem werde ich hier so durchgefüttert, dass ich vermutlich bald auch Nachts arbeiten muss, weil ich nicht mehr durch die Tür nach draußen passe.
Aber vielleicht ist das auch gar nicht so schlimm – ich kann hier viel lernen und gleichzeitig meine Erfahrung einbringen, die Arbeit ist spannend und abwechslungsreich, das Team einfach super. Wie die chronisch überbegeisterten Schwaben sagen würden: Ko ma lassa.“