Die kurze Antwort: Was kostet GEO?

GEO steht für Generative Engine Optimization: Ihre Website so aufzubereiten, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini, Perplexity und die KI-Antworten von Google sie verstehen, zitieren und empfehlen. Was kostet das?

  • 0
    Euro Aufpreis, wenn Sie bei uns SEO buchen. GEO ist in allen SEO-Paketen enthalten, die ab 1.200 € im Monat beginnen.
  • 1.500
    bis 3.500 Euro kostet ein einmaliges GEO-Audit oder eine GEO-Beratung, wenn Sie die Umsetzung selbst übernehmen oder Ihre Agentur behalten wollen.

Dass wir GEO nicht extra berechnen, ist keine Großzügigkeit. Es ist schlicht so, dass sich die Arbeit zum größten Teil mit gutem SEO deckt. Ein eigenes Preisschild dafür wäre unehrlich.

Was GEO eigentlich leistet

Bei Google geht es um eine Position in einer Liste. Bei ChatGPT gibt es keine Liste, sondern eine Antwort, in der meist nur zwei oder drei Anbieter genannt werden. Wer dort nicht vorkommt, existiert für diese Anfrage nicht.

KI-Systeme stützen ihre Antworten auf Quellen, die sie verstehen und für vertrauenswürdig halten: Ihre eigene Website, aber auch Bewertungen, Branchenverzeichnisse, Presseartikel und Erwähnungen auf anderen Seiten. GEO sorgt dafür, dass diese Quellen ein klares, stimmiges Bild Ihrer Firma ergeben.

Die ausführlichen Grundlagen stehen im Ratgeber GEO-Optimierung.

Wofür Sie bei GEO bezahlen

Ein seriöses GEO-Angebot besteht aus diesen Bausteinen. Fehlt einer davon, fehlt ein Teil der Wirkung.

  1. Bestandsaufnahme mit echten Fragen

    Wir stellen ChatGPT, Gemini und Perplexity die Fragen, die Ihre Kunden stellen würden, und halten fest, wer genannt wird und mit welcher Begründung. Das ist der Ausgangswert, an dem sich später jede Maßnahme messen lassen muss.

  2. Strukturierte Daten

    Maschinenlesbare Angaben zu Firma, Leistungen, Standort, Bewertungen und häufigen Fragen. Für KI-Systeme ist das wie ein ausgefülltes Formular statt eines Fließtexts.

  3. Grounding-Seite und llms.txt

    Eine Seite, auf der die wichtigsten Fakten zu Ihrer Firma knapp und belegbar stehen, dazu eine Datei, die KI-Systemen den Weg durch Ihre Website zeigt. Wie das aussieht, zeigt der Ratgeber llms.txt und Grounding-Pages.

  4. Inhalte, die Fragen direkt beantworten

    KI zitiert gern Absätze, die eine Frage in zwei, drei Sätzen klar beantworten. Bestehende Seiten werden so überarbeitet, dass die Antwort oben steht und die Details folgen.

  5. Erwähnungen auf anderen Seiten

    Bewertungen im Google-Unternehmensprofil, Einträge in Verzeichnissen, Fachbeiträge und Kooperationen. Dieser Teil ist der aufwendigste und der, den viele Angebote weglassen.

Ein Beispiel aus unserer eigenen Praxis

Wir haben die Bausteine oben zuerst auf unserer eigenen Website umgesetzt: statische Seiten, strukturierte Daten, Grounding-Seite, llms.txt und Inhalte im Frage-Antwort-Format. Auf die Frage nach einer GEO-Agentur in Würzburg nannte ChatGPT Webfeinschliff an erster Stelle.

ChatGPT empfiehlt Webfeinschliff auf die Frage nach einer GEO-Agentur in Würzburg
Antwort von ChatGPT auf die Frage nach einer GEO-Agentur in Würzburg oder Frankfurt (Bildschirmfoto).

Ein ehrlicher Hinweis dazu: KI-Antworten schwanken. Dieselbe Frage kann morgen anders beantwortet werden, und kein Anbieter kann eine Nennung garantieren. Was sich messen lässt, ist, wie oft Sie bei vielen Fragen über mehrere Wochen genannt werden.

Warum GEO ohne SEO rausgeworfenes Geld ist

ChatGPT, Gemini und Perplexity durchsuchen das Netz, bevor sie antworten, und greifen dabei auf Suchindizes zurück. Eine Seite, die bei Google nicht gefunden wird, wird auch von KI-Systemen seltener gefunden. Eine langsame, schwer lesbare Website ist für beide ein Problem.

Deshalb ist die Reihenfolge wichtig: Erst muss die Website technisch sauber und inhaltlich stark sein, dann bringen die GEO-spezifischen Bausteine ihren vollen Effekt. Wer ein reines GEO-Paket kauft, während die Website selbst Schwächen hat, zahlt für den zweiten Schritt vor dem ersten.

Statische Websites haben hier einen echten Vorteil: Sie liefern fertiges HTML ohne Umweg über eine Datenbank oder JavaScript, das erst ausgeführt werden muss. KI-Crawler lesen solche Seiten problemlos. Mehr dazu auf der Seite statische KI-Website erstellen lassen. Was SEO kostet, steht im Ratgeber Was kostet SEO?.

Bing Webmaster Tools: der unterschätzte Hebel

Die meisten GEO-Angebote reden über ChatGPT und Google. Bing kommt kaum vor. Das ist ein Fehler, denn Microsoft ist an mehreren Stellen mit der KI-Suche verbunden:

  • Microsoft Copilot antwortet auf Basis der Suchmaschine Bing und nennt Bing-Quellen. Copilot steckt in Windows, Edge und Microsoft 365, also auf sehr vielen Arbeitsrechnern.
  • Microsoft ist mit rund 27 % an OpenAI beteiligt und eng mit dem Unternehmen verbunden, hält aber keine Mehrheit (Microsoft, Oktober 2025). Unabhängige Tests zeigten beim Start der ChatGPT-Suche Ergebnisse aus Bing. Wie viel heute noch aus Bing kommt, hat OpenAI nie offengelegt, inzwischen nutzt ChatGPT auch einen eigenen Crawler.
  • Am Desktop bedient Bing in Deutschland rund 19 % der Suchen, über alle Geräte gut 6 % (StatCounter, September 2026). Im B2B ist das eine Zielgruppe, die man nicht ignorieren sollte.

Was die Bing Webmaster Tools leisten

Die Bing Webmaster Tools sind das Gegenstück zur Google Search Console und kostenlos. Drei Funktionen machen sie für GEO interessant:

  1. Bericht zur KI-Sichtbarkeit

    Seit Februar 2026 zeigt der Bericht „AI Performance“, wie oft Ihre Seiten in Copilot und den KI-Zusammenfassungen von Bing als Quelle zitiert werden, und bei welchen Suchanfragen. Klickzahlen gibt es dort noch nicht. Trotzdem ist das einer der wenigen Orte, an denen ein Suchanbieter selbst KI-Zitate ausweist.

  2. IndexNow

    Über das offene Protokoll IndexNow meldet Ihre Website neue oder geänderte Seiten sofort an Bing und weitere Suchmaschinen, statt auf den nächsten Besuch des Crawlers zu warten. Google nimmt daran nicht teil.

  3. Import aus der Search Console

    Wer die Google Search Console schon nutzt, übernimmt seine Websites mit wenigen Klicks und muss sie nicht neu bestätigen.

Kosten: Die Einrichtung dauert eine bis zwei Stunden, danach reicht eine regelmäßige Durchsicht im Monat. Bei uns gehört sie zu jedem SEO-Paket. Wer Bing auch für Anzeigen nutzen will, findet die Grundlagen im Ratgeber Microsoft Ads.

GEO selbst machen: Aufwand, Werkzeuge, Datenschutz

Vieles an GEO lässt sich selbst erledigen, wenn die Website technisch sauber ist. Rechnen Sie für den Einstieg mit einigen Arbeitstagen und danach mit wenigen Stunden im Monat.

  • Kostenlos: Google Search Console, Bing Webmaster Tools und eigene Tests mit ChatGPT, Gemini, Perplexity und Copilot. Halten Sie 20 bis 30 typische Kundenfragen in einer Liste fest und stellen Sie sie jeden Monat neu.
  • Kostenpflichtig: Werkzeuge, die KI-Antworten automatisch beobachten. Große SEO-Suiten bieten das inzwischen als Zusatzmodul an, meist im mittleren dreistelligen Bereich pro Monat. Für kleine Firmen lohnt sich das selten, bevor die Grundlagen stehen.
  • Datenschutz: Die meisten Beobachtungswerkzeuge sind US-Dienste. Prüfen Sie, ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung möglich ist, und geben Sie keine Kundendaten in die Prompts ein.

Eine ehrliche Stoppregel: Wenn sich nach drei Monaten bei Ihren Testfragen nichts bewegt hat, ist mehr Geld meist nicht die Lösung. Dann fehlt es an der Grundlage, also an Inhalten, Bewertungen oder Erwähnungen auf anderen Seiten.

Woran Sie überteuerte GEO-Angebote erkennen

  • Garantierte Nennung in ChatGPT. Das kann niemand zusagen, weil KI-Antworten von Anfrage zu Anfrage schwanken.
  • GEO als teurer Aufschlag auf bestehendes SEO. Wenn Ihre Agentur bereits sauberes SEO macht, sind die zusätzlichen Schritte überschaubar. Fragen Sie, was konkret über das bisherige SEO hinaus passiert.
  • Nur eine llms.txt für viel Geld. Die Datei ist sinnvoll, aber in Stunden erstellt, nicht in Wochen.
  • Keine Bestandsaufnahme. Ohne Ausgangswert lässt sich später nicht zeigen, ob sich etwas verändert hat.
  • Kein Wort zu Erwähnungen auf anderen Seiten. Ein Angebot, das nur Ihre eigene Website betrachtet, lässt den wichtigsten Teil weg.

Fazit: Was GEO kosten darf

GEO ist kein eigenes Marketingbudget, sondern eine Erweiterung von gutem SEO. Wenn Sie bereits SEO machen lassen, sollte GEO wenig bis nichts extra kosten. Wenn Sie bei null starten, ist ein einmaliges GEO-Audit für 1.500 bis 3.500 € ein guter Einstieg, weil es zeigt, wo Sie heute stehen und was sich zuerst lohnt.

Taucht Ihre Firma in ChatGPT auf?

Wir prüfen es mit den Fragen, die Ihre Kunden stellen, und sagen Ihnen, was es kostet, das zu ändern.

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