Offen sein für Neues!

Im Online-Marketing gibt es zahlreiche Möglichkeiten Werbung schalten bzw. zu platzieren. Dazu zählen Suchmaschinenwerbung (Google-Adwords), Suchmaschinenoptimierung (organische Sichtbarkeit) und auch Social Media Marketing. Sicherlich stellen diese Werbeformen einige der wichtigsten Werbekanäle im Online-Marketing dar. Doch gerade die Online-Branche entwickelt sich rasant. Deshalb sollte man neben den bekannten Kanälen immer wieder auch nach neuen Möglichkeiten Ausschau halten. Immer wieder finden sich noch günstigere oder zielgerichtetere Werbeformate.

LinkedIn Anzeigen als alternative Werbeplattform?

Wir investieren jeden Monat hohe Summen für Suchmaschinenmarketing. Diese funktionieren gut und sind sicherlich zielführend. Dennoch ist es uns für uns und unsere Kunden wichtig wenn möglich noch günstigere Werbemethoden als die bekannten aufzuzeigen. Wir haben daher vor kurzem einmal wieder über den Tellerrand geblickt und den Versuch gestartet einmal auf LinkedIn Werbung zu schalten.

Die Zahlen überzeugen: LinkedIn Ads bzw. LinkedIn Anzeigen können sich durchaus lohnen.
Mit ca. 550 Millionen Fach- und Führungskräften Weltweit und mittlerweile über 10 Millionen Mitgliedern im deutschsprachigem Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) ist LinkedIn sicherlich in der Zukunft eine der wichtigsten Plattformen im Bereich B2B.

Wer kann alles Ads bei LinkedIn schalten

Prinzipiell können all jene auf LinkedIn werben, die ein Standard LinkedIn-Konto besitzen.

Zum Schalten von Anzeigen ist kein Premium-Account nötig!

Im LinkedIn-Konto besteht rechts oben unter dem Menüpunkt “Apps” die Möglichkeit zu “Werben” zu wechseln.

Hier findet Ihr den Link dort hin:
https://business.linkedin.com/de-de/marketing-solutions/ads

Welche Arten von Werbung bietet LinkedIn an

  • Sponsored Content
    Sponsored Content ist eine Werbeanzeige im Newsfeed, wie sie vielen bereits durch Facebook-Ads bekannt ist. Arbeitet man hier mit einem ansprechendem Bild und hochwertigem Content, ist es möglich viele passende User zu erreichen.
    Bei der Erstellung der Kampagne kann nochmals unterschieden werden, welches Ziel man erreichen möchte: Webseitenklicks / Leads bzw. Ausfüllen eines Formulars / Videoaufrufe. Natürlich gibt es hier auch verschiedene Anzeigenformate wie einzelne Bilder mit Text und Link, Karussell- oder Videoanzeigen.
  • Sponsored InMails
    Sponsored InMails sind als Werbung gekennzeichnete Nachrichten die direkt im Postfach der Linkedin-Nutzer landen.
    Eine spannende Option, die wir bereits verwendet haben und über die wir später konkreter berichten. Hier kann nochmals das Ziel der Anzeige gewählt werden: Webseitenklick | Formular ausfüllen. So könnte man beispielsweise eine Umfrage erstellen und nochmal ein kleines Seeding (gezielteres Werben) vornehmen.
  • Text Ads (Textanzeigen)
    Dabei handelt es sich um kleine Anzeigen mit einer Headline, wenig Text und einem kleinem Bild mit 50×50 px Größe

Auswahl der Anzeigenprodukte auf LinkedIn

Vor- und Nachteile bei LinkedIn Ads

Vorteile

  • Auswahl der Zielgruppe auf LinkedIn:
    Die genaue Ansprache von Zielgruppen ist bei LinkedIn besonders spannend. Es steht einem eine besonders große Auswahl an Möglichkeiten zur Zielgruppendefinition zur Verfügung, welche gerade im B2B sehr interessant sein können. Vom Firmennamen (sofern die Firma bei LinkedIn angemeldet ist bzw. es eine Unternehmensseite gibt), der Branche, Firmengröße, über persönliche Details wie Jobbezeichnung, Tätigkeitsbereich, Karrierestufe, besuchte Hochschulen, Studienfächer, erreichte Abschlüsse, Kenntnisse, beigetretenen Gruppen, bis hin zum Geschlecht, dem Alter oder bisheriger Jahre an Berufserfahrung und Unternehmens-Follower.
  • Darstellung in der Kampagnenerstellung:

    Zusätzlich besteht die Möglichkeit, seine Zielgruppe noch etwas zu erweitern. Dies macht sicherlich nur bei einer sehr kleinen Zielgruppe Sinn. So kann der Algorithmus von LinkedIn selbst weitere Profile hinzufügen, die evtl. auch in die vordefinierte Zielgruppe passen könnten. (ähnlich der Lookalike-Audiences auf Facebook)
  • Budgets:
    Es kann mit Tagesbudgets oder Laufzeitbudgets gearbeitet werden. Ansonsten ist LinkedIn wie die meisten Plattformen auf Max-CPC und automatisierten CPCs aufgebaut. Zudem lässt sich selbstverständlich ein Start- sowie Enddatum definieren. Diese Auswahlmöglichkeiten genügen vollkommen.
  • Tracking:
    Auch Linkedin hat wie Google-Adwords oder Facebook-Ads die Möglichkeit alle Daten mittels Conversionpixel zu messen. So kann man (sofern das Businessmodell es zulässt) genau tracken, ob sich eine Werbeanzeige auf LinkedIn lohnt oder eben nicht. Mit dem Google-TagManager sollte es kein Problem sein einen weiteren Conversionpixel zu definieren. Wichtig ist nur die Frage, wie dieses Pixel zusätzlich in der Datenschutzerklärung mit aufgenommen werden sollte, damit alles DSGVO-Konform dargestellt ist.

Nachteile von LinkedIn Ads

  • Standort:
    Einziger Nachteil ist aus unserer Sicht der Standort. Zwar lässt sich beispielsweise Würzburg und Umgebung auswählen, was jedoch genau damit gemeint ist, kann niemand sagen. Facebook-Ads hingegen geben einem (je nach Kampagne) die Möglichkeit Distanzen auf bis zu einem Kilometer genau definieren. Zudem gibt es viele kleine Städte (vermutlich kleiner als 100.000 Einwohner) gar nicht als Auswahlmöglichkeit. Schön wäre es, wenn man auch hier mit einer Umkreisangabe arbeiten könnte.

Beispiel einer unserer InMail-Kampagnen inkl. Zahlen/Daten/Fakten

Wir haben vor einigen Wochen eine InMail-Kampagne gestartet.

Unsere InMails haben eine Öffnungsrate von 62,779%. Dies liegt sicherlich daran, dass viele LinkedIn-User diese Form der Werbung noch nicht kennen und die Mails nicht als Werbung wahrnehmen. Im Zeitraum der Anzeige erreichten uns einige Anrufe von Nutzern, die dachten, dass wir persönlich diese LinkedIn-User angeschrieben haben. Dabei geschah dies durch LinkedIn für gerade einmal 0,05€ pro Versendung. Die Klickrate von fast 13% ist sehr hoch.
Das erreichen eines Nutzers, der zu 100% in meine Zielgruppe gepasst hat, hat so nicht nicht mehr als 10 Cent gekostet. Auch der Klick zu den beworbenen Inhalten hat letzten Endes nicht einmal einen Euro gekostet. Zum Vergleich: Um ähnliche Klickzahlen (in diesem exakten Bereich) zu erreichen müsste man bei Google-Adwords ca. das fünf bis zehnfache investieren.
Auch Conversions sind bereits zustande gekommen, wurden jedoch anhand von LinkedIn nicht getrackt.

 

Aus unserer Sicht ist Werbung auf Linkedin eine absolute Empfehlung und sollte von Kunden (gerade im B2B) durchaus auch mal getestet werden.

LinkedIn Anzeigen vs. Anzeigen auf Xing

Die Plattform Xing funktioniert ähnlich wie LinkedIn, ist jedoch nur im deutschsprachigen Raum (DACH) vertreten. In der Vergangenheit haben wir auch das Werben durch Xing-Ads getestet. Aus unserer Sicht, liegen die CPCs (Kosten pro Klick) in der von uns getesteten Branche (HR) jedoch sehr viel höher als bei LinkedIn. Sie lagen in etwa im Bereich von Adwords-Anzeigen.

Natürlich sollten aber durchaus auch Xing-Ads getestet werden um herauszufinden, ob es für andere Branchen möglicherweise auch auf Xing lohnenswert ist dort Werbung zu schalten.

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