Die kurze Antwort
Werbung auf Instagram und Facebook buchen Sie über Meta. Es gibt keinen Festpreis, Sie legen ein Budget fest und Meta verteilt es per Auktion. Für Unternehmen in Deutschland heißt das:
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10Euro pro Tag und Anzeigenvariante sind ein sinnvoller Einstieg, also rund 300 Euro im Monat je Test. Darunter läuft die Kampagne, liefert aber keine belastbare Aussage.
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500bis 2.500 Euro Werbebudget im Monat sind für lokale Unternehmen und Recruiting-Kampagnen üblich. Dieses Geld geht direkt an Meta.
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2×so günstig wurde eine Warenkorb-Aktion in unserer eigenen Kampagne, allein durch ein besseres Video. Das Video ist der größte Hebel, nicht die Zielgruppe.
Ob Sie auf Instagram, Facebook oder beiden werben, ist keine Preisfrage. Beide Plattformen laufen im selben Konto, Meta verteilt das Budget dorthin, wo es am meisten bringt. Wöchentlich nutzen in Deutschland 40 % der Menschen ab 14 Jahren Instagram und 31 % Facebook (ARD/ZDF-Medienstudie 2025).
Wie Meta abrechnet
Jede Einblendung wird versteigert. Den Zuschlag bekommt nicht automatisch, wer am meisten bietet. Meta bewertet das Gebot, die geschätzte Wahrscheinlichkeit, dass jemand die gewünschte Aktion ausführt, und die Qualität der Anzeige (Instagram-Hilfe). Eine gute Anzeige wird also günstiger ausgeliefert als eine schlechte.
- Mindestbudget: Meta nennt für die meisten Kampagnen rund 1 US-Dollar pro Tag. Damit kommt aber nichts Messbares heraus.
- Die Faustregel von Meta: Das Tagesbudget sollte mindestens das Zehnfache dessen betragen, was ein Ergebnis kostet. Kostet ein Lead 15 €, sind 150 € am Tag nötig, damit der Algorithmus genug lernt.
- Abgerechnet wird meist nach Einblendungen, auch wenn Sie auf Klicks oder Käufe optimieren. Belastet wird Ihre Karte, sobald eine Schwelle erreicht ist, oder einmal im Monat.
Was kostet ein Klick?
Belastbare Zahlen von Meta für Deutschland gibt es nicht. Agenturen nennen Klickpreise zwischen etwa 0,40 und 2 € und 5 bis 15 € pro 1.000 Einblendungen (ostend.digital, 2026, Agenturangabe). Im vierten Quartal, vor allem rund um Black Friday, steigen die Preise erfahrungsgemäß deutlich, weil der Handel mitbietet. Wichtiger als der Klickpreis ist ohnehin, was eine Anfrage oder ein Kauf kostet.
Welches Budget brauchen Sie?
Rechnen Sie nicht in „Wie viel kann ich ausgeben?“, sondern rückwärts vom Ziel. Ein Beispiel für eine Recruiting-Kampagne, mit angenommenen Werten:
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1. Ziel
Zehn Bewerbungen im Monat.
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2. Kosten je Ergebnis schätzen
Kostet eine Bewerbung über Social Ads 40 bis 80 €, sind 400 bis 800 € Werbebudget nötig.
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3. Lernphase einplanen
Die ersten drei bis fünf Tage sind teurer, weil Meta erst lernt, wem es die Anzeige zeigen soll. In dieser Zeit nichts verändern, sonst beginnt das Lernen von vorn.
Unsere Recruiting-Kampagnen kosten typischerweise 1.500 bis 4.000 € einmalig für Konzept und Video, dazu 500 bis 2.500 € Werbebudget im Monat. Mehr zu Stellenanzeigen, die auch bei Google gefunden werden, im Ratgeber Google for Jobs.
Das Video entscheidet über den Preis
Bei Google kaufen Sie Nachfrage, die schon da ist. Auf Instagram und Facebook muss die Anzeige das Interesse erst wecken. Deshalb hat das Motiv mehr Einfluss auf den Preis als jede Zielgruppeneinstellung. Das zeigt unsere eigene Kampagne:
| Anzeigengruppe | Warenkorb-Aktionen | Kosten je Aktion |
|---|---|---|
| neues, selbst gedrehtes Video | 54 | 3,48 € |
| vorheriges Video | 37 | 7,18 € |
Eigene Social-Ads-Kampagne für einen Onlineshop, Herbst 2026, gleiche breite Zielgruppe in Deutschland, gleiches Ziel, einziger Unterschied das Video.
Halb so teuer, nur durch ein anderes Video. Für den Aufbau heißt das: eine Anzeigengruppe je Video, gleiche Zielgruppe, gleiches Budget. Dann sehen Sie nach einer Woche, welches Motiv wirkt.
Was Videos kosten
Ein kurzes Video von einem Creator (UGC) kostet in Deutschland laut dem Vermittler Influee im Schnitt rund 76 €, die Nutzungsrechte für Werbung oft extra. Ein geplanter Dreh mit Konzept und mehreren Varianten kostet bei uns typischerweise 1.500 bis 4.000 € einmalig. Warum Emotionen dabei so viel ausmachen, lesen Sie in Social Media Marketing mit Emotionen.
Fünf Voreinstellungen, die Budget verbrennen
Meta schaltet beim Anlegen einer Kampagne mehrere Automatiken ein. Jede davon hat in unserem eigenen Konto nachweislich Geld gekostet oder Tests unbrauchbar gemacht:
- Platzierungen: Neben Facebook und Instagram spielt Meta auch im Audience Network, im Messenger und auf Threads aus. Dort gibt es billige, aber oft wertlose Klicks. Für die meisten Unternehmen: nur Facebook und Instagram.
- Advantage+ Anzeigengestaltung: Meta verändert Texte, Videos und Layout selbstständig. Damit testen Sie nicht mehr Ihr Motiv, sondern eine Variante, die Sie nie gesehen haben. Abschalten.
- Produktübersicht und personalisierte Zielorte: Schicken Interessierte in eine Ansicht innerhalb von Meta statt auf Ihre Website. Abschalten.
- Falsches Ziel: Wer auf „Seitenaufrufe“ optimiert, bekommt billige Seitenaufrufe und keine Kunden. Ziel ist immer eine echte Aktion: Anfrage, Warenkorb, Kauf.
- Bestandskunden nicht ausgeschlossen: Sonst zahlen Sie dafür, Menschen zu überzeugen, die schon gekauft haben.
Und noch ein Punkt, bevor Geld fließt: Jede Ziel-URL bekommt UTM-Parameter mit dem Namen der Anzeige. Dann sehen Sie in Ihrer eigenen Auswertung, welche Anzeige Anfragen bringt, unabhängig davon, was Meta meldet.
Was in Deutschland anders ist
- Weniger Personalisierung möglich: Seit November 2024 können Nutzer in der EU ein werbefreies Abo für 5,99 € im Monat abschließen oder „weniger personalisierte Anzeigen“ wählen. Diese Menschen erreichen Sie gar nicht oder nur grob. Wie viele das sind, legt Meta nicht offen.
- Keine politische Werbung: Seit Oktober 2025 schaltet Meta in der EU keine Anzeigen zu Politik, Wahlen und gesellschaftlichen Themen mehr. Für normale Unternehmenswerbung spielt das keine Rolle.
- Aufschlag für Österreich: Laut Fachpresse berechnet Meta seit Juli 2026 für Anzeigen, die in Österreich ausgespielt werden, 5 % zusätzlich. Für Deutschland gibt es keinen solchen Aufschlag. Wer den DACH-Raum bewirbt, sollte das einplanen.
- Einwilligung: Ohne Zustimmung im Cookie-Banner sieht Meta einen Teil der Käufe und Anfragen nicht. Die Zahlen im Werbeanzeigenmanager sind deshalb fast immer zu niedrig, die Kosten je Ergebnis zu hoch.
Was eine Agentur für Social Ads kostet
Am Markt üblich sind feste Monatspauschalen oder 10 bis 20 % des Werbebudgets, oft mit Mindestbetrag. Achten Sie darauf, dass Werbekonto, Pixel und Zielgruppen Ihnen gehören, nicht der Agentur.
Bei uns sind Social Ads Teil der Social-Media-Betreuung: Das Paket Wachstum für 2.400 € im Monat umfasst zwei bis drei Kanäle samt Anzeigen, das Paket Skalierung ab 4.900 € auch die Video- und Recruiting-Produktion. Details auf der Seite Social-Media-Agentur Würzburg.
Für Geschäftskunden kann LinkedIn der bessere Kanal sein, teurer pro Klick, aber genauer in der Zielgruppe. Mehr im Ratgeber LinkedIn Ads. Was Google-Werbung im Vergleich kostet, steht in Was kostet Google Ads?
Fazit: Was Instagram- und Facebook-Werbung kosten darf
Planen Sie mindestens 10 € pro Tag und Anzeigenvariante, für spürbare Ergebnisse eher 500 bis 2.500 € im Monat. Der größte Hebel ist das Video, der größte Fehler sind die Voreinstellungen von Meta. Wer beides im Griff hat, zahlt oft nur die Hälfte pro Ergebnis.
Was kostet ein Kunde über Instagram bei Ihnen?
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